PORT

PORT

Mit seiner Serie “Port” zieht Flaut M. Rauch ein seiner Vorstellung entsprechendes Abbild des erst kürzlich entdeckten Planeten CFBDSIR2149, der ohne Sonnensystem durch die Galaxie wandert, in das Betrachtungsfeld der Rezipienten. Obgleich ein Rahmen für eine Begrenzung stehen kann bekommt er die Unbestimmtheit in der Farbe wie die unendliche Weite des Weltalls. In diesen Rahmen befinden sich ungreifbare Farbflächen, eine Assoziation zu Planeten die erst durch den kreisrunden Passepartoutausschnitt für den Betrachter greifbar werden. Zusätzlich erhält es die Wirkung eines Bildes wie bei einem Ausschnitt wenn man das Weltall durch ein Teleskop betrachtet.

 

Das Werk Flaut M. Rauchs wird erstmalig mit Malerei in der Serie “PORT” ergänzt und schafft neue Spannungsmomente zu seinen bisherigen Arbeiten. Die unter anderem beeinflusst sind durch Übersinnliches, Wunderheiler, Planetenforschung, Ausserirdische und undefinierbare Objekte sowie Verschwörungstheorien und die stetige Erforschung dieser Phänomäen in seinem künstlerischen Schaffen. Für uns bietet die Reihe eine Möglichkeit unsere eigene Weltvorstellungen zu hinterfragen, oder uns einfach mitnehmen zu lassen auf der Wanderung des einsamen PlanetenCFBDSIR2149 ohne Sonnensystem.

 

In seiner Serie “PORT” befasst sich Flaut mit der Darstellung des Unerreichbaren und thematisiert das All und seine Dimensionen, die wir als Mensch verstehen und inzwischen alltäglich denken, aber in unserer Wirklichkeit nur vermittelt begreifen und wahrnehmen können. Er nimmt zum Anlass den kürzlich entdeckten Planeten CFBDSIR2149, der ohne Sonnensystem durch die Galaxie wandert, ziellos und einsam, ein Bild das in uns Emotionen weckt, die eher mit unserem Leben zu tun haben. Flaut bedient sich der Malerei, schafft eine Serie von Miniaturen die jeweils in einem kreisrunden dunklen Passepartout gerahmt sind. Die Form macht aus jedem der Bilder einen Planeten, eine Momentaufnahme durch ein Teleskop, gleichzeitig abstrakt und assoziativ.

 

Es ist als ob Flaut den Planeten in unserem geistigen Auge einfängt, den Planeten, den wir uns kollektiv vorgestellt haben, als CFBDSIR2149 entdeckt wurde, unsere Reaktion auf das Unerreichbare.

 

Text : Joel Baumann