Oligopol

OLIGOPOL

 

Digital FILM 12:12:13

Wellen, sind ein wichtiges Bindeglied in unseren Universum und bilden somit eine Konstante, der alles folgt. Man sieht eine ununterbrochene Menge an Fotos, die sich wie eine Stop Motion Animation durch den Film schiebt. Es ist aber nur eine Spur, die um den ganzen Film, die ganze Welt oder die Realität gelegt werden soll, um diese anders wahrzunehmen. Wie eine versteckte Junk DNA wühlen sich immer wieder Wellen, mal farbig und manchmal zu Rastern angeordnet, durch den Film. Auf den Fotos sieht man Flaut Rauch, wie er durch die Szenerien wandert, schwimmt, fliegt, steht, oder sich auflöst.

Die Wüste des Schmerzes - Das Meer der Milchstrassen - Die Arche des Geistes

Diese Stop Motion Animation Aufnahmen werden immer wieder durch einen Kreis, Dreieck, Würfel oder einen sich sprengender Ikosaeder unterbrochen. Diese verweisen wieder auf Rudolf Steiner und Aleister Crowley sowie den Gesetzen der Mathematik und der Geometrie, die auch im Kosmos oder Religion sich wieder finden. Mit seiner vielschichtigen Erzählung schließt Flaut Rauch die Betrachter vorerst aus, kann aber auch durch eine Art hypnotische Wirkung gleichzeitig fesselnd erzählen ohne den Film mit Worten zu besetzen.

Dem Ton ist hier eine sehr starke Rolle zugesprochen. Einmal ist ein Musikstück der Gruppe Apparat zu hören, das ursprünglich für ein Theaterstück geschrieben wurde. Dieses Theaterstück hatte den Titel Krieg und Frieden, was ebenfalls wichtig für den Film und Flaut Rauch ist. Der Betrachter bildet ebenfalls sein eigenes Bild. Er ist dazu eingeladen, seiner eigenen Imagination freien Lauf zulassen und sich der Form, der Farbe und der Wahrnehmung seiner eigenen Gefühle hinzugeben.

Flaut Rauch ist bewusst zu dieser Erzählform gekommen und löst auch immer wieder gezielt versteckte Symbole und Botschaften im Film aus. Wir müssen begreifen, wenn wir etwas ändern wollen.

Flaut stellt in seinen Film OLIGOPOL Fragen zu, Thema Leben, Macht und Strukturen der Natur, Wirtschaft und außerirdischem Leben. Das letztere wird auch im F ilm mit Originalaufnahmen belegt.

Der Film wird immer wieder mit gefundenem Material aus Nachrichten oder Wissenschaft bereichert. In Flaut Rauchs Filmen ist dies ein sehr wichtiger Bestandteil. Dieses jedoch kommen auch Aufnahmen dazu, die nicht von dieser Welt stammen sollen. Ausserirdische Phänomene werden schon sehr lange von den Menschen untersucht. Es gibt viele Beweise und Forscher, die sich mit diesen Themenbereich beschäftigen. So hat Flaut Rauch schon mehrere Interviews für seine Radiosendungen aufgenommen. Einer dieser ist Reiner Feistle, auf den ich hier aber nicht weiter eingehen werde. Eingehen will ich auf die Aufnahme, die im Film zu sehen ist. Man sieht Lichter am Himmel und einen brennenden Regen. Am 22.4. 2013 in Brasilien haben Menschen dieses Spektakel am Himmel aufgenommen.

Diese apokalyptische Aufnahme verzahnt alles und bildet wie bei einem gemalten Bild eine Konstante in der Ausstellung. Flaut Rauch findet ganz bewusst diese Bilder und fragt sie, wie das zusammenhängt und warum solch eine Harmonie besteht.

Ebenfalls wird ein Wurmloch gezeigt das 2009 im November in Norwegen zu sehen war. Die Wahrheit ist eine Verschwörung der Dinge, die wir nur erahnen können. Unsere eigene Wahrnehmung lässt uns nur auf einer Frequenz. Licht, ist unser Kanal. Doch was liegt hinter dem Licht? „Wenn man einen Topf mit heissen Wasser auf den Herd hat und den Finger reinhält hilft es nicht das Gas abzudrehen, sondern man muss den Finger rausnehmen.“ Zitat von David EIck

Der Film ist eine kurze aber tiefgründige Beschreibung was uns Menschen verbindet und trennt. Mit dieser geistigen Arche begibt sich Flaut Rauch nach Hamburg. Zu Adler und Eule die wiederum als Symbol der Freimaurer dient.

Flaut Rauch hat dem Film mehrere Enden gegeben und gleichzeitig unzählige Anfänge. Der Kreis wird größer, teilt sich auf und droht gleichzeitig zu sprengen.

Flaut Michael Rauch wird dieses Jahr auf der Preview Berlin Art Fair zu sehen sein.

Mit seiner Reihe "OLIGOPOL" und seiner neuen Arbeit "Eine Insel Namens Ufo" wird er bei der Galerie MyVisit seine multimedialen Arbeiten im Raum dreiundzwanzig zeigen. Ebenfalls werden Filme von Flaut Michael Rauch im SONY CENTER BERLIN zu sehen sein.

"Flaut ist ein polyglott künstlerischer Ausdrucksformen, ein Experte der Zuspitzung und der Konzentration auf das Wesentliche. Seine Arbeiten sind medienübergreifend, skulptural, performativ aber vor allem Konzeptbezogen. Flaut ist kein Formalist, das Material ist ihm als Mittel sehr wichtig und er untersucht, recherchiert und beherrscht es in all seinen Arbeiten, aber es dient in einer untergeordneten Form immer einem übergeordnetem Konzept. Dieses Konzept zieht sich wie ein roter Faden durch seine gesamte Ausstellung oder Werkreihe und verwandelt formal unzusammenhängende Objekte in eine narrative Struktur."Joel Baumann

 

http://myvisit.to/twenty-three

http://www.flautrauch.tumblr.com/

Ralf Schmitt, PREVIEW BERLIN ART FAIR, Opernwerkstätten Berlin, Zinnowitzer Straße 9, 10115 Berlin, Stand 23, Eröffnung am Donnerstag, 19. September 2013, 18–22 Uhr (Eintritt: 5 Euro)